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Reiserücktrittskostenversicherung - Anschlußversicherung

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Reiserücktrittskostenversicherung - Anschlußversicherung

Beitragvon Oxymed » Mo 31. Mär 2014, 20:47

Hi zusammen,

ich habe bei der Allianz Global Assistance im Oktober 2013 eine Jahrespolice für eine Reiserücktrittskostenversicherung inkl. Reiseabbruchversicherung abgeschlossen. Diese läuft noch genau bis zum 23.10.2014.

Nun trete ich am 03.09.2014 eine 100 tägige Reise nach Australien an. Diese Reise geht somit deutlich über den Versicherungszeitraum hinaus. Der Reiserücktritt wäre dann natürlich trotzdem von der RRV abgedeckt (oder?). Der Reiseabbruch ist dann aber leider nur bis zum 23.10.2014 abgedeckt. Es blieben also 51 Tage "unversichert" bezogen auf einen vorzeitigen Abbruch.

Eine Art Anschlußversicherung für die restlichen Tage ist leider nicht möglich, so dass die günstigste Variante die (automatische) Verlängerung der gesamten Versicherung um ein weiteres Jahr wäre.

Jetzt kommt aber die spannende Frage :) Die ursprüngliche RRV habe ich mit einem Reisepreis von 8.000 Euro abgeschlossen, da ich neben den (verschiedenen) Flügen auch noch zwei Sprachschulen besuchen möchte. Nach dem 23.10.2014 habe ich allerdings die erste Sprachschule schon hinter mit, so dass ich einen Abbruch hierfür nach dem 23.10. eigentlich nicht mehr versichern brauche. Kann ich dann also bei der sich verlängernden Versicherung die versicherte Reisesumme nicht einfach auf den (Rest-)Reisepreis von 6.000 Euro für die verbleibende Zeit reduzieren? Das wiederum würde die zu zahlende Prämie natürlich auch deutlich reduzieren. Von der Hotline habe ich hier leider etwas widersprüchliche Aussagen bekommen und ich glaube so richtig verstanden haben die Kollegen meine Frage auch nicht :) Darum seid ihr jetzt meine letzte Hoffnung ;)

Vorab vielen Dank und Gruß Oxymed
Oxymed
 

Re: Reiserücktrittskostenversicherung - Anschlußversicherung

Beitragvon Moderator » Mi 2. Apr 2014, 12:36

Hallo Oxymed,

das ist eine sehr interessante Frage.

Es ist so, dass für die Reiseabbruchversicherung immer der Reisepreis der gesamten Reise versichert werden muss. Dies gilt auch, wenn ein Teil der Reiseleistung bei Vertragsverlängerung schon in Anspruch genommen wurde. Da die Reise am 3.9. beginnt und nicht am 23.10. muss der gesamte Preis dieser Reise versichert werden. Andernfalls laufen Sie Gefahr, dass im Falle eines Reiseabbruchs nicht die gesamten Kosten erstattet werden, da die Schadenssumme dann nur anteilig bezahlt wird. Wenn Sie in Ihrem Beipspiel also statt 8.000€ nur 6.000€ versichern (also nur 75% des gesamten Reisepreises), werden Ihnen auch nur 75% der Schadenssumme erstattet.
So die Aussage der Allianz.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen damit weiterhelfen. Letztendlich müssen Sie entscheiden, ob Sie für eine geringere Prämie eine Kürzung der Leistung in Kauf nehmen möchten oder nicht.

Beste Grüße
Daniela Brüggemann
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Re: Reiserücktrittskostenversicherung - Anschlußversicherung

Beitragvon Oxymed » Mi 2. Apr 2014, 18:26

Hallo,

vielen Dank für die ausführliche Antwort.

Ich frage mich allerdings woher die Versicherung denn wissen sollte, was ich für die gesamte Reise denn alles gebucht habe? Letzten Endes ist doch entscheidend, was ich mir bei einem Abbruch ersetzen lassen möchte, also was ich bei der Versicherung im Schadensfall einreiche oder etwa nicht?

In meinem Beispiel würde ich vor dem 23.10.2014 gebuchte Leistungen im Wert von 8.000 Euro im Falle eines Abbruchs einreichen können (da greift Versicherung Nr.1) und nach dem 23.10.2014 dann eben nur nur Leistungen im Wert von 6.000 Euro (da greift dann Versicherung Nr.2). Oder habe ich hier einen Denkfehler?

Danke und Gruß Oxymed
Oxymed
 

Re: Reiserücktrittskostenversicherung - Anschlußversicherung

Beitragvon Moderator » Do 3. Apr 2014, 13:16

Rein logisch würde ich das auch so sehen. Allerdings kann ich nicht genau sagen, wie die Versicherung das letzendlich prüft oder ob sie sich mit so einer Aussage nur absichert. Sie sind ja verpflichtet, die Buchungsunterlagen und Rechnungen einzureichen. Ob Sie dann eventuell nur einen Teil der Unterlagen einreichen können, erfragen Sie am besten nochmal direkt bei der Allianz.
Da ich keine Daten von Ihnen habe (Name, Versicherungsscheinnummer), ist es für mich auch schwierig, dort eine konkrete Antwort zu bekommen.
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